FGM - Anlaufstelle gegen Mädchenbeschneidung

Gemäss einem Bericht des Bundesrates ist der Kanton St. Gallen zusammen mit den Kantonen Zürich, Bern und Genf am Meisten betroffen. Schätzungen zu folge leben im Kanton St. Gallen ungefähr 1500 betroffene und gefährdete Frauen. Auf Initiative der beiden somalischen Frauen Bella Glinski (St. Margrethen) und Qadro Shire entstand im Jahr 2019 die Anlaufstelle gegen Mädchenbeschneidung Ostschweiz.

Die Anlaufstelle gegen Mädchenbeschneidung Ostschweiz ist ein Netzwerk von Fachpersonen, Institutionen, Fachstellen und Betroffenen. Ziel ist die Prävention, Information, Sensibilisierungsarbeit und eine gute Nachsorge von bereits betroffenen Frauen und Mädchen. Die Anlaufstelle gegen Mädchenbeschneidung Ostschweiz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem "Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz" aufgebaut. Das "Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz" wurde 2016 von Caritas Schweiz, Sexuelle Gesundheit Schweiz, Terre des Femmes und dem Schweizerischen Kompetenzzentrum für Menschenrechte im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und dem Staatssekretariat für Migration (SEM) gegründet. Es hat explizit den Auftrag, regionale Strukturen und Anlaufstellen in den Kantonen aufzubauen.

Die Anlaufstelle gegen Mädchenbeschneidung gliedert sich in verschiedene Bereiche: Community-Arbeit, Beratung, Medizinische Versorgung und Weiterbildung von Fachpersonen. Die Fachstelle Integration Rheintal und die Stiftung Mintegra unterstützen die Schlüsselpersonen und Multiplikatorinnen bei der Community-Arbeit, sowie bei der Initiierung und Begleitung von Projekten in den betroffenen Communities.

www.anlaufstelle-fgm-ost.ch
www.mädchenbeschneidung.ch  

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