KulturFörderung

NEWS nach dem Covid 19-Lockdown

Der Bundesrat hat  Lockerungsschritte beschlossen, die ab dem 6. Juni auch den kulturellen Institutionen und Betrieben sowie Kulturschaffenden wieder mehr Spielräume geben. Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen können wieder durchgeführt werden und neu sind spontane Versammlungen von maximal 30 Personen erlaubt.

Zugleich bleibt das kulturelle Leben stark eingeschränkt. Bedingung ist, dass für alle Einrichtungen und Veranstaltungen Schutzkonzepte vorhanden sind. Die Hygiene- und Abstandsregeln müssen weiterhin eingehalten werden. Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten.

Inzwischen stehen im Kanton St.Gallen für coronabedingte finanzielle Schäden von Kulturunternehmen und Kulturschaffenden bis Ende Oktober 2020 bei Bedarf rund 22 Mio. Franken zur Verfügung, je zur Hälfte durch den Kanton und den Bund finanziert. Kulturunternehmen und Kulturschaffende können bis am 20. September 2020 Gesuche für solche Ausfallentschädigungen eingeben.

Aktuelle Informationen dazu sind zu finden unter: https://www.sg.ch/kultur/kulturfoerderung/coronavirus.html Die COVID-Gesuchbearbeitung, für die das Amt für Kultur zuständig ist, gestaltet sich äusserst aufwändig, weil die Ausfallenschädigungen andere Instrumenten - wie beispielsweise die Kurzarbeits- und Erwerbsersatzentschädigung - ergänzt. Aufgrund der vielen Schnittstellen kann die Bearbeitung einzelner Gesuche mehrere Wochen beanspruchen. Vor allem aber bieten die Ausfallentschädigungen die dringliche und wichtige Chance, die kulturelle Vielfalt im vielgestaltigen Kanton St.Gallen auch in der aktuellen Situation zu erhalten.

Beim Amt für Kultur des Kantons St.Gallen bzw. bei Suissculture (für Soforthilfe Kulturschaffende) können folgende Gesuche online eingegeben werden:

Es gibt für alle – für Kulturschaffende, für Kulturunternehmen und -institutionen sowie auch für Kulturvereine im Laienbereich – mehrere Möglichkeiten, Unterstützung zu beantragen. Sei es ein Nothilfebetrag (Soforthilfe für Kulturschaffende bei Suisseculture Sociale), um die unmittelbaren Lebenshaltungskosten zu decken, sei es ein zinsloses, aber rückzahlbares Darlehen (Soforthilfe für Kulturunternehmen), um finanziell liquid zu bleiben, oder sei es ein Beitrag an den finanziellen Schaden aufgrund von Absagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen oder Projekten oder Betriebsschliessungen (Ausfallentschädigung für Kulturschaffende und -unternehmen sowie Finanzhilfe für Kulturvereine im Laienbereich). Je nach Art der Unterstützung sind unterschiedliche Stellen dafür zuständig.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Amtes für Kultur Kanton SG. Weitere Anregungen, Anliegen und Fragen rund um die Kulturförderung und Coronavirus senden Sie am besten direkt an kultur@remove-this.sg.ch. Falls Sie Fragen betreffend der regionalen Kulturförderung haben, richten Sie Ihre Frage bitte an info@remove-this.rheintalerkulturstiftung.ch.  

Weitere Informationen zur aktuellen Situation von Kulturschaffenden sind auf folgenden Websites zu finden:

 

Verstärkte Zusammenarbeit von Kanton, Regionen und Gemeinden
Neu können Sie Ihre Gesuche um Förderbeiträge einfach über ein gemeinsames Onlineformular gleichzeitig bei mehreren Förderorganisationen eingeben. Ab dem 1. Juli 2019 stellen die Rheintaler Kulturstiftun, das kantonale Amt für Kultur, die regionalen Förderorganisationen Südkultur, Kultur Toggenburg, Thurkultur und KulturZürichseeLinth sowie die Fachstellen für Kultur der Städte Rapperswil-Jona und Wil auf die elektronische Gesuchseingabe um. Die Fachstelle Kultur der Stadt St.Gallen schliesst sich im Herbst der neuen gemeinsamen Lösung an.

Was wird unterstützt?
Es werden in erster Linie Projekte mit folgenden Schwerpunkten unterstützt: Theater, Tanz, Musik, Literatur, bildende Kunst, Film, angewandte Kunst, Geschichte und Gedächtnis sowie Vermittlung und Austausch. Detaillierte Informationen finden Sie auch im Kulturleitfaden des Kantons St.Gallen.

Wer ist zuständig?
Die Zuständigkeit orientiert sich am Grad der Ausstrahlung eines kulturellen Vorhabens bzw. einer Kulturinstitution sowie an der Höhe des Projekt- oder Jahresbeitrags. Folgendes muss erfüllt sein, um eine Eingabe bei der Rheintaler Kulturstiftung (Geschäftsstelle Verein St.Galler Rheintal) zu tätigen:

  • Beiträge an regional ausstrahlende Projekte/Institutionen bis zu 10'000 Franken
  • Projekte, die kantonal oder national ausstrahlen (Amt für Kultur)
  • Beiträge an Projekte/Institutionen ab 10'000 Franken (Amt für Kultur - Lotteriefonds)
  • Projekte mit kommunaler Ausstrahlung (an jeweilige Gemeindekanzlei) 

Welches sind die Beurteilungskriterien?

  • Regionaler Bezug: Angemessener Bezug zur Region St.Galler Rheintal von Trägerschaft und/oder Institution. Vorrang haben Institutionen, die in den 12 Trägergemeinden domiziliert sind, oder die von Kulturschaffenden und -vermittlern mit Wohnsitz oder Arbeitsschwerpunkt im St.Galler Rheintal geführt oder bespielt werden.
  • Ausstrahlungskraft: national, überregional, regional oder kommunal. Die Höhe des regionalen und kantonalen Engagements ist von der Ausstrahlungskraft abhängig. (je nach Ausmass der Ausstrahlung ist nur eine einzelne Gemeinde oder die Rheintaler Kulturstiftung zuständig).
  • Professionalität: Das Projekt wird professionell umgesetzt, indem insbesondere auf entsprechende Ausbildung, Erfahrung oder Praxis aufgebaut wird.
  • Resonanz: Das nachhaltige, für ein interessiertes Zielpublikum konzipierte Projekt setzt Impulse und ist regional verankert.
  • Innovation: Das experimentelle Projekt regt neue Sichtweisen an, umfasst Kooperationen oder ist interdisziplinär. Das Projekt findet neue Wege oder bereitet Altes neu auf.
  • Stimmigkeit: Das Vorhaben ist kohärent und besticht durch Glaubwürdigkeit und Engagement. 

Eingabe Gesuchsunterlagen - hier