Wegmarken

Die "Aussichtsfenster" vom Balgacher Künstler Ivo Herrsche, wurden am Ideen-Wettbewerb Wegmarken zum Sieger gekürt. Die unterschiedliche Anordnung der fünf Fenster, sollen einen besonderen Blick auf die Biodiversität des Rheintals geben.
Gesucht waren Ideen, Skizzen, Pläne oder Modelle zu kreativen Wegmarken, um auf die Rheintaler Landschaftsperlen aufmerksam zu machen. Sie sollen als markante Zeichen oder als Skulpturen in der Landschaft Beachtung finden und Interesse für die landschaftliche Vielfalt wecken. Die Idee von Ivo Herrsche hat die Jury überzeugt: Die Aussichtsfenster bestehen aus übereinandergetürmten Fenstern aus jeweils dem Standort angepassten Holzarten.

Föhre/Kiefer: Der Nadelwald hat eine wichtige Funktion als Schutzwald, unterstützt die Artenvielfalt und ist gern gesehen in Erholungsgebieten.
Verwendet wurde jeweils Sturmholz, dass vor ca. drei Jahren im Balgacher Wald umgeknickt ist. Im Stockbereich war der Stamm bereits hohl.

Eiche: Sehenswerter alter Torkel, aus einem riesigen Eichenstamm, bei der Burg Neu Altstätten.

Pappel: Sie ist ein beliebter Schattenspender in Parkanlagen und Alleen. Das verwendete Holz wurde aus einem gefällten Baum im Naturschutzgebiet Schwarzer Graben in Rebstein gewonnen.

Ulme: Seit 1975 ist sie epidemieartig durch eine aus dem ostasiatischem Raum importierte Pilzart vom Aussterben bedroht. Dieser Pilz wird durch den Borkenkäfer weiter verbreitet. Das verwendete Holz wurde aus einem abgestorbenen Baum am Binnenkanal entnommen.

Esche: Sie ist stark verbreitet in Auenwälder, welche früher im Rheintaler Schollenriet stark verbreitet waren. Die Esche ist nach der Buche die zweitwichtigste Laubbaumart. Ökologisch wie wirtschaftlich ist sie nicht zu ersetzen. Aber auch sie ist seit 2008 durch eine Pilzkrankheit aus dem ostasiatischem Raum vom Aussterben bedroht. Diese kann biologisch nicht bekämpft werden.
Das Holz für die Ausichtsfenster wurde aus einer Esche genommen, die aus Krankheitsgründen an der Rietach gefällt werden musste.

Apfelbaum: Hinweis auf das Verschwinden der ökologisch wichtigen Hochstamm- Obstbäume. Das Holz wurde aus einem 60-70 Jahre alten Apfelbaum gewonnen, der im Garten von Marc Girardelli stand.

Robinie: Sie gehört zu den invasiven Neophyten! Sie steht symbolisch für die Bekämpfung sämtlicher Neophyten im Rheintal, welche die heimische Artenvielfallt mehr und mehr verdrängt. Gefällt wurde die Robinie beim Schulhaus Schachen in Rebstein.

Apfelbaum / Marc Giradelli
Pappel / Schwarzer Graben
Robinie / Schulhaus Schachen

Aussichtsfenster

Die Aussichtsfenster von Ivo Herrsche werden künftig ein Blickfang für Wanderer und Interessierte sein.

In Altstätten am Ferdinand- Gehrweg:

BlickrichtungHolzart
Richtung Kamor (Hoher Kasten)-> Föhre resp. Kiefer
Richtung Burg Neu Altstätten-> Eiche
Richtung Stadt Altstätten-> Pappel
Richtung Rheintal -> Ulme
Richtung Schollenriet -> Esche
Sockel-> Apfelbaum


Zusätzlich ist noch ein Stück Robinienholz zum Draufstehen (für die kleineren Betrachter) eingegraben.