Naturvielfalt Rheintal

Wir schon wieder - die Wegmarken des Rheintaler Höhenwegs. Warst du nun schon bei uns zu Besuch und hast eine Naturperle entdeckt?

Dieses Mal möchten wir mit dir über den heimischen Garten sprechen. Ja, der heimische Garten kann ein heikles Thema sein, selten lässt sich jemand da gerne reinreden. Für das Thema Biodiversität ist er jedoch ein Ort mit enormem Potenzial. Wenn du weisst wie, kann dies auch ohne viel Aufwand geschehen. Heute überwiegt häufig das Bedürfnis „wenig Aufwand“ im eigenen Garten. Dies führt nicht selten zu kargen Steingärten, Rasenrobotern oder invasiven Neophyten. Neo-was?

Du hast noch nie von Neophyten gehört? Wir klären dich auf. Neophyten (Neos= neu, Python= Pflanzen) sind Pflanzen, welche nicht heimisch sind. Doch wann zählt eine Pflanze als heimisch? Stichjahr ist die Entdeckung von Amerika durch Kolumbus im Jahr 1492. Also alle Pflanzen, welche direkt oder indirekt durch den Menschen nach 1492 eingeschleppt wurden, werden als Neophyten bezeichnet. Dies wäre noch nicht problematisch, wenn es nicht auch Neophyten gäbe, welche heimische Pflanzen verdrängen und dadurch die hiesige Biodiversität gefährden. Diese werden dann invasive Neophyten genannt und fallen durch ihren üppigen Wuchs und äusserst schnelle Verbreitung auf. Leider wird bei der Gartengestaltung noch immer zu Neophyten gegriffen. Dies, da sie sehr pflegeleicht sind, wie zum Beispiel der Kirschlorbeer als Hecke rund um den Garten. Nun aber zurück zu deinem Garten.

Wir zeigen dir nun heimische Alternativen auf, welche sich super im Garten machen und viele Vorteile für Pflanzen und Tiere haben und dadurch die Biodiversität in deinem Garten steigern können. Dafür gibt es eine ausführliche Entscheidungshilfe: Die Broschüre „Vielfältige Lebensräume im grünen Band“ kann über deine Gemeinde oder bei der Geschäftsstelle des Vereins St.Galler Rheintal im ri.nova Impulszentrum in Rebstein bezogen werden. In dieser Broschüre findest du unzählige heimische Pflanzen, welche super an das Klima im Rheintal angepasst sind, aufgeteilt nach deren bevorzugten Standorten im Garten. Der Kirschlorbeer könntest du durch den gewöhnlichen Liguster ersetzen. Die Eigenschaften des Ligusters sind dem Kirschlorbeer ähnlich, er ist jedoch heimisch.

Die Broschüre verhilft dir auf einfache Art und Weise die passende und heimische Pflanze für deinen Garten zu finden. Also nun ab in deinen Garten.

 
Broschüre Vielfältige Lebensräume im Grünen Band

Wer wir sind? Die Wegmarken, welche entlang am Rheintaler Höhenweg stehen. Noch nie von uns gehört? Ja dann! Ab nach draussen. Das Wandern im schönen Rheintal lohnt sich. Es hat nämlich in deiner Region mehr Naturperlen, als du dir vorstellen kannst. Aber zuerst mal zurück zu uns. Entstanden sind wir vor einigen Jahren im Rahmen des Projektes „das grüne Band“ des Landschafts-Entwicklungskonzept Rheintal (LEK). Uns wurde eine grosse Aufgabe zugesprochen. Wir sollen die Bevölkerung auf die schönen Landschaftsperlen des Rheintals aufmerksam machen. Wir bestehen jeweils aus übereinander angeordneten „Fenstern“ aus Holz, welche dem Standort angepasst wurden. Mit Blick durch uns kannst du die Schönheiten des Rheintals entdecken. In Zukunft zeigen wir dir positive Beispiele aus privaten Gärten, verschiedenen Naturschutzgebieten und vielfältige Lebensräume in Siedlungsnähe. Da wir immer am gleichen Ort stehen, könnte so manch einer denken, unser Leben muss langweilig sein. Falsch gedacht. Wir können dir unheimlich viele Geschichten erzählen. Bei uns kommen Mensch und Tier vorbei und machen allerlei Unfug. Und dann erst noch unsere Aussicht. Wir haben die beste Sicht auf das gesamte Rheintal mit all seinen sonnigen und schattigen Seiten.